Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von GaGaThor » 15.11.2018 17:04 Uhr

Ich habe diese GESAMTE Szene so gesehen, dass Freddie wütend auf die Reaktionen der Welt auf das Video von "Break free" ist, weil die Gesellschaft ihm unterstellt, es sei auf Grund seiner sexuellen Orientierung auf seinen Mist gewachsen. Es existieren Interviews, wo er genau dies sagt.

Genauso, wie die (fiktive?) Szene der Hot Space Pressekonferenz den Umgang der Presse mit Freddies Privatleben kritisiert (Dear Mr. Murdoch...), ist diese Szene eine Kritik an der damaligen Gesellschaft. Brian, Roger und John sind Symbole dieser prüden, langweiligen Gesellschaft.

Wir beurteilen diese Szene oder den Film mit den Augen einer inzwischen offeneren Gesellschaft (Mehrfachnennung, ich weiß :cry: ). Freddie durfte sich damals nicht offen zu seiner Homosexualität bekennen.

Vielleicht kennt jemand von Euch den Film "The Imitation Game", wo es um den britischen Wissenschaftler geht, der im zweiten Weltkrieg den Code der Enigma-Maschine von den Deutschen geknackt hat. Er wurde in den 50er Jahren wegen seiner Homosexualität verurteilt, obwohl er seinem Land (oder der Welt) wenige Jahre zuvor einen großen Dienst erwiesen hat. Im Abspann steht, dass er erst Anfang der 2000er Jahre rückwirkend von der Queen rehabilitiert wurde.

Vielleicht erklärt dies, warum Freddie in dieser Szene so extrem, vielleicht böse dargestellt wurde. Er war dies aber nicht wirklich auf B, J u. R, sondern auf die Gesell... na, Ihr wisst schon.

Freddie war in vielerlei Hinsicht anders als Andere aber in der damaligen Zeit musste er vieles unterdrücken.

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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von runner70 » 15.11.2018 17:38 Uhr

Also manche der "allesistgenial" Fraktion haben schon eine schräge Auffassung von Ironie. Am Ende ist der ganze Streifen ein ironisches Meisterwerk?🤣
All that crap again???? (Freddie Mercury)

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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von TripleR » 15.11.2018 18:13 Uhr

The Spick hat geschrieben:
15.11.2018 11:13 Uhr
Also bei der Szene hatte ich den Mund auch offen, aber vor Lachen.

Einer der Momente in denen mal eben ein paar kleine ironische Seitenhiebe gegen Brian, Roger und John verteilt werden. Hier wird ein Ausblick darauf gegeben, was die drei nach Freddie machen. Tja, und von John hört man halt seit 1995 nix mehr...

Sollte jeder Queen-Fan auch als ironisch gemeint erkennen.
Also jetzt habe ich auch gerade den Mund offen, ob aus Fassungslosigkeit oder vor Lachen, das lasse ich, äh, offen...

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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von TripleR » 15.11.2018 18:18 Uhr

snoopy hat geschrieben:
15.11.2018 12:54 Uhr
Wenn man dazu bereit ist.
Man kann es so sehen, dass er die Studiengänge der anderen nicht respektiert.
Man kann es auch so sehen, dass ihm im allgemeinen die technischen Studiengänge nicht interessieren, weil er halt eher künstlerisch unterwegs ist.
Man kann es sicherlich auch noch anders sehen ist wohl auch typenabhängig.
Was heißt denn "Wenn man dazu bereit ist"?
Ich bin ein großer Freund ironischer Brechungen, kommt ja sogar die ein oder andere in dem Film vor. Aber eben nicht in der Darstellung der Figur "Freddie Mercury", wo sie angebracht wäre.
In besagter Szene äußert Freddie herablassende Beleidigungen gegenüber seinen Bandmitglieder, ohne Augenzwinkern, ohne Ironie.

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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von TripleR » 15.11.2018 18:42 Uhr

GaGaThor hat geschrieben:
15.11.2018 17:04 Uhr
Ich habe diese GESAMTE Szene so gesehen, dass Freddie wütend auf die Reaktionen der Welt auf das Video von "Break free" ist, weil die Gesellschaft ihm unterstellt, es sei auf Grund seiner sexuellen Orientierung auf seinen Mist gewachsen. Es existieren Interviews, wo er genau dies sagt.

Genauso, wie die (fiktive?) Szene der Hot Space Pressekonferenz den Umgang der Presse mit Freddies Privatleben kritisiert (Dear Mr. Murdoch...), ist diese Szene eine Kritik an der damaligen Gesellschaft. Brian, Roger und John sind Symbole dieser prüden, langweiligen Gesellschaft.

Wir beurteilen diese Szene oder den Film mit den Augen einer inzwischen offeneren Gesellschaft (Mehrfachnennung, ich weiß :cry: ). Freddie durfte sich damals nicht offen zu seiner Homosexualität bekennen.

Vielleicht kennt jemand von Euch den Film "The Imitation Game", wo es um den britischen Wissenschaftler geht, der im zweiten Weltkrieg den Code der Enigma-Maschine von den Deutschen geknackt hat. Er wurde in den 50er Jahren wegen seiner Homosexualität verurteilt, obwohl er seinem Land (oder der Welt) wenige Jahre zuvor einen großen Dienst erwiesen hat. Im Abspann steht, dass er erst Anfang der 2000er Jahre rückwirkend von der Queen rehabilitiert wurde.

Vielleicht erklärt dies, warum Freddie in dieser Szene so extrem, vielleicht böse dargestellt wurde. Er war dies aber nicht wirklich auf B, J u. R, sondern auf die Gesell... na, Ihr wisst schon.

Freddie war in vielerlei Hinsicht anders als Andere aber in der damaligen Zeit musste er vieles unterdrücken.
GaGaThor, das ist durchaus eine interessante Interpretation. Ich werde mir die Szene beim nächsten Kinobesuch vor diesem Hintergrund anschauen.

Nichtsdestotrotz bleibt es erstmal eine Szene, in der der Protagonist des Films seine Bandmitglieder beschimpft, und zwar so primitiv und unfair wie ein Charakterschwein (das darf ich ja sagen ;-). Das ist das, was der Kinobesucher sieht, und das prägt dann auch den Eindruck, den er von der Filmfigur und damit von der realen Person Freddie Mercury hat.

Genauso wie bei der absurden Hot Space-Pressekonferenz, die bar jedweden Realitätsbezuges ist. Sie mag im Kontext des Films auch ihre Berechtigung haben. Aber hier ist auch wieder die Darstellung Freddie Mercurys völlig inakzeptabel. Er ist zugedröhnt und wird beleidigend, auch gegenüber seinen Bandmitgliedern.

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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von Andreas Streng » 15.11.2018 18:44 Uhr

Okay, so langsam verstehe ich es nach den letzten Kommentaren von allen.
Ich sehe den Film an sehr vielen Stellen als Ironie als wunderbare Übertreibung, als Überspitzung von Fakten.
An anderen Stellen, sehe ich klassisichen oder auch britischen Humor.
Wieder andere Stellen drücken mich tief in den Sitz und lassen mich Mitleid, Trauer und Wut empfinden.
Ich bin beim nach dem ersten Sehen wie in Trance gewesen. Und zwar weil der Film genau meine Erwartungen getroffen hat.
Und ich habe es an dem Tag den Verantwortlichen gesagt, dass viele Fans Webeiten aufstellen werden mit den Fehlern im Film und nicht, weil ich sie warnen wollte oder diese Fans nicht verstehe, sondern weil es komplett natürlich ist, da auch auf jeder LP oder CD oder anderen Veröffentlichung wir die Fehler finden und sehen, weil wir uns mit der Materie intensiv beschäftigen.

Danke für die Nennung von Imitation Game oder auch von A Beautiful Mind. Ich glaube, dass diese Filme sehr sehr ähnlich sind. Es geht um wahre Begebenheiten, die bestimmt mit einer unglaublichen Akribie produziert wurden, aber die Handlung garantiert so nicht abgelaufen ist.

Es ist wie das permanente Erzählen einer Geschichte. Sie verändert sich jedes Mal. Das macht man nicht, weil man böse ist, sondern weil man beim Publikum sieht, dass bestimmte Aspekte interessanter sind und mehr Interesse hervorrufen.

Der Film wurde für das Publikum gemacht und sollte ein Kassenschlager werden.
Queen sagen doch von sich, dass sie ein Konzert geben, um den Leuten in der Zeit ein gutes Gefühl zu geben.

Ich freue mich einfach riesig, dass aktuell alle Welt sieht, wie toll Queen Musik ist und sich durch einen Film unterhalten lassen können.

Bryan Singer hat ein Meisterwerk abgeliefert in Bezug auf einen unterhaltenden Film, in dem der Hauptaspekt auf Freddie Mercury und Queen liegt.

Ich bin nicht blind und sehe eine Menge Fakten, die verdreht wurden, aber wie hätte ein Spielfilm aussehen können, der faktentreu ist? Entweder richtig lang oder/und sehr langweilig für die breite Masse.

Ist nur meine Meinung.

Viele Grüße
Andreas
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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von runner70 » 15.11.2018 19:11 Uhr

Ich denke nicht, dass der Film, hätte er sich nöher an die Fakten gehalten , langweilig geworden wäre. Was hat es für einen SInn Rock in Rio in den 70ern oder WWRY in dier 80er zu verlagern. Ok das sind jetzt keine DInge die einen sauer aufstossen.
Aber es ist doch gerade die CHarakterisierung von Freddie als A uppsss Charakterschwein, die man als glühender Verehrer von ihm nicht gutheissen kann. ich sehe in dem ganzen Streifen keinerlei Ironie und schon agr keinen britischen Humor (ist ja zudem ein Ami FIlm).

Ihr reitet ja nur auf den Fakten rum, deren Verdrehen nicht ganz so schlimm sein soll. Bzgl. der historischen Daten würde ich das genauso unter "künstlerische Freiheit) einordnen, da gehe ich sogar mit. Doch es geht m.E. zu weit alles dergestalt zu verdrehen dass eine ganze Person in anderem Licht gezeigt wird. Und für mich rückt der Film Freddie in ein komplett falsches Licht. Gut ihr könnt nun sagen ich hab ihn dann eben falsch gesehen bislang. Aber das glaube ich nun nicht wirklich......
EInerseits wurde das ausschweifende Leben Freddies nur angedeutet andererseits ist er neben Prenter im FIlm der (Mr. ;)) Bad Guy. Und das sehe ich im Queen Kontext bis heute nicht so
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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von Rolli » 15.11.2018 19:48 Uhr

Hi Leute,

zur Behauptung von mir, dass von den Millionen der Einnahmen, was für die AIDS Hilfe abgeht, werde ich später Fakten liefern, habe bei Fox Germany eine Anfrage dazu gestellt! Denke aber, da die Einnahmen aus der World Premiere in London, an den MPT gegangen sind....laut Homepage MPT ... wird noch einiges kommen. @The Spick, du warst ja vor Ort, kannst du es bestätigen :smt006
In der neuen Ausgabe vom CineStar Ausgabe 207, auf Seite 024 steht (1:1 übernommen!!! ) Die noch lebenden Queen -Mitglieder haben eng mit Drehbuchautor Anthony McCarten gearbeitet, um eine möglichst akkurate Version der Geschichte Mercurys und der Band auf die Leinwand zu bringen.

Finde aber schade, dass die Drosophila im Film so schlecht gemacht wurde!! Obwohl sie 60% menschliche Gene hat, darf an ihr experimentiert werden!

Tschüss Rolli :P

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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von TripleR » 15.11.2018 19:57 Uhr

runner70 hat geschrieben:
15.11.2018 19:11 Uhr
Ich denke nicht, dass der Film, hätte er sich nöher an die Fakten gehalten , langweilig geworden wäre. Was hat es für einen SInn Rock in Rio in den 70ern oder WWRY in dier 80er zu verlagern. Ok das sind jetzt keine DInge die einen sauer aufstossen.
Aber es ist doch gerade die CHarakterisierung von Freddie als A uppsss Charakterschwein, die man als glühender Verehrer von ihm nicht gutheissen kann. ich sehe in dem ganzen Streifen keinerlei Ironie und schon agr keinen britischen Humor (ist ja zudem ein Ami FIlm).

Ihr reitet ja nur auf den Fakten rum, deren Verdrehen nicht ganz so schlimm sein soll. Bzgl. der historischen Daten würde ich das genauso unter "künstlerische Freiheit) einordnen, da gehe ich sogar mit. Doch es geht m.E. zu weit alles dergestalt zu verdrehen dass eine ganze Person in anderem Licht gezeigt wird. Und für mich rückt der Film Freddie in ein komplett falsches Licht. Gut ihr könnt nun sagen ich hab ihn dann eben falsch gesehen bislang. Aber das glaube ich nun nicht wirklich......
EInerseits wurde das ausschweifende Leben Freddies nur angedeutet andererseits ist er neben Prenter im FIlm der (Mr. ;)) Bad Guy. Und das sehe ich im Queen Kontext bis heute nicht so
Genau, und dazu haben hier die Apologeten des Films auch noch nicht wirklich Stellung bezogen (außer einem pauschalen "Sehe ich nicht so.").

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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von runner70 » 15.11.2018 20:06 Uhr

TripleR hat geschrieben:
15.11.2018 19:57 Uhr

Genau, und dazu haben hier die Apologeten des Films auch noch nicht wirklich Stellung bezogen (außer einem pauschalen "Sehe ich nicht so.").
Apologeten :D :D

Naja ich hab auch mal zu denen gehört, die alles meiner Helden (Sei es Queen/U2 oder auch Kiss) abgeliefert haben und habe da einiges entschuldigt bzw selbstverleugnet. Man wird halt mit zunehmendem Alter auch etwas weiser und ignoriert manches Offensichtliche nicht mehr so....
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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von Andreas Streng » 15.11.2018 21:27 Uhr

Nö, Apologet passt nicht. Verteidigen muss ich ja gar nicht, eher offensiv sagen, dass mir der Film gefällt. Also ein anderer Ausdruck.
Ich nehme Fan :D

Ja, also Stellung soll man nehmen zur Behauptung, dass Freddie im Film als Charakterschwein dargestelt wird.
*Denkpause*
*lange Denkpause*
Versuchen wir es mal so.
Ich glaube (schon wieder knapp am Religösen) die Band hat und das wird im Film ja auch als Conclusio (fängt an Spaß zu machen mit Fremdwörtern zu schreiben) gezeigt, dass die Band Queen mehr als die Summe der einzelnen Mitglieder ist.

Und ich hoffe da kommen wir auf einen Konsenz. Kein Solowerk(Album) kommt an die Songs der Band (ebenfalls ein komplettes Album) ran. Obwohl Barcelona....war aber nicht wirklich sooooo solo.....

Weiter.

Meine Meinung ist, dass sich die Band dermassen die Augen ausgekratzt hat von Zeit zu Zeit und das Ergebnis waren dann die besten Songs, Alben, Riffs, Melodien,.....

Das und genau das sehe ich in den Streitigkeiten der Band im Film.

Ja, fetzt Euch, Roger darf werfen, Brian darf sauer über Unpünktlichkeit sein und alle sind sauer, wenn Drogen nicht von allen gleichzeitig konsumiert wurden (im Übrigen aus meiner Sicht eine sehr sinnvolle Inszenierung des Drogenmissbrauchs im Film) und dann macht Songs, die die Welt berühren.

Den Freddie im Film bewundere ich, habe Mitleid mit ihm, möchte ihm helfen und bin sauer auf seine Entscheidungen.
Viele Songs von Queen haben ähnliche Gefühlswelten.
Beispiel: These Are The Days. Gefühlvoll, wunderbare Erinnerungen in einem Lied zusammengefasst und dann sieht man das Video und es ist das letzte, was uns von Freddie bleibt und man hat Wut auf die Krankheit und auf Freddie, der uns noch so viel hätte geben können. Aber es bleibt auch die Gewissheit, dass Freddie uns mit vielen Arbeiten 150% von dem gegeben hat, was andere gemacht hätten.

Was ich sagen möchte.
Nein, ich sehe Freddie nicht herabgesetzt, blossgestellt oder in einem falschen Licht.
Ich sehe den gelungenen Versuch sehr viele Seiten von Freddie auf Film zu bannen und der Film ist das, was ich in der Musik finde. Etwas, dass ich mir immer und immer wieder anschauen werde und jedesmal geniesse ich es.

Gruß
Andreas
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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von runner70 » 15.11.2018 21:56 Uhr

Andreas Streng hat geschrieben:
15.11.2018 21:27 Uhr
Nö, Apologet passt nicht. Verteidigen muss ich ja gar nicht, eher offensiv sagen, dass mir der Film gefällt. Also ein anderer Ausdruck.
Ich nehme Fan :D
ok verstanden - aber bedeutet denn "Fan", dass man alles kritiklos abhaken muss und die - durchaus vorhandenen - "kritischen" Stellen des Films einfach abzunicken ala "Ironie" bzw "wird schon so gewesen sein"?


Andreas Streng hat geschrieben:
15.11.2018 21:27 Uhr
Und ich hoffe da kommen wir auf einen Konsenz. Kein Solowerk(Album) kommt an die Songs der Band (ebenfalls ein komplettes Album) ran. Obwohl Barcelona....war aber nicht wirklich sooooo solo.....
Yes das unterschreibe ich 100% ;)
Andreas Streng hat geschrieben:
15.11.2018 21:27 Uhr

Meine Meinung ist, dass sich die Band dermassen die Augen ausgekratzt hat von Zeit zu Zeit und das Ergebnis waren dann die besten Songs, Alben, Riffs, Melodien,.....

Das und genau das sehe ich in den Streitigkeiten der Band im Film.

Ja, fetzt Euch, Roger darf werfen, Brian darf sauer über Unpünktlichkeit sein und alle sind sauer, wenn Drogen nicht von allen gleichzeitig konsumiert wurden (im Übrigen aus meiner Sicht eine sehr sinnvolle Inszenierung des Drogenmissbrauchs im Film) und dann macht Songs, die die Welt berühren.
Kompletter Einspruch - aber 180 Grad: Was sind denn die Anlässe zu den Streits? Zu 95% ein dearrangierter Freddie, der zu spät zur Arbeit kommt oder zu Lasten der Band Solokünstler werden will.

Die Darstellung des Drogenmissbrauchs ? Nun - wer nimmt denn Drogen im Film ?? Ahhh - wieder nur der böse Freddie. Wenn man den Dabeigewesenen Glauben schenkt war auch Roger kein Kind von Traurigkeit bezogen auf weisses Pulver und Brian der Flasche nicht abgeneigt - genauso wie John! Warum dann Freddie vorschieben als den Drogenabhängigen (der er letztlich auch nicht war)?????
Andreas Streng hat geschrieben:
15.11.2018 21:27 Uhr
Den Freddie im Film bewundere ich, habe Mitleid mit ihm, möchte ihm helfen und bin sauer auf seine Entscheidungen.
Auch hier fehlt mir als Zuschauer komplett eine emotionale Bindung zum Hauptdarsteller. Ich nehme ihm das meiste null ab. Bis zu den 70ern war es noch in Ordnung (mit Abstrichen) aber dann habe ich eine richtiggehende Aversion gegen den (gespielten) Freddie und denke mir - was für ein.........xxxxx



Andreas Streng hat geschrieben:
15.11.2018 21:27 Uhr
Was ich sagen möchte.
Nein, ich sehe Freddie nicht herabgesetzt, blossgestellt oder in einem falschen Licht.
Ich sehe den gelungenen Versuch sehr viele Seiten von Freddie auf Film zu bannen und der Film ist das, was ich in der Musik finde. Etwas, dass ich mir immer und immer wieder anschauen werde und jedesmal geniesse ich es.

Gruß
Andreas
Scheint wirklich als hätten wir da einen komplett anderen Film gesehen. Jedes Mal wenn ich mehr darüber nachdenke regt mich eine Szene mehr auf wie die andere. Und auch die unterschwellige homophobe Darstellung. Die bösen Homos auf der einen Seite (es gibt bis auf Jim keinen sympathischen Gay) und auf der anderen Seite die heiligen Heteros, die Jim dann zum Happy End in ihre gesalbte Mitte aufnehmen. Mit einem der unglaubwürdigsten Happy Ends aller Zeiten (Freddie findet Jim nach Jahren im Telefonbuch wieder und kutschiert ihn gleich zu seinen Eltern - genauso machen Schwule das. Ne - echt nicht.
Glaubt man das wirklich , dass sämtliche schwulen Freunde Freddies entweder falsche Freunde waren und ihn auf die schiefe Bahn brachten oder irgendwelche sonstige tuntigen Freaks???? Wo ist Phoebe? Joe Fanelli ? Peter Straker ? Auch alle schwul hoch drei aber sicher keine Unmenschen. Sie standen Freddie nahe, waren ständig auf seiner Seite und er war eben nicht der einsame Typ, der depressiv in den Spiegel schaut wenn ihn seine falschen Freunde nach einer Party verlassen. Nein und nochmals nein!
Einen ausgesprochen guten Artikel hierzu gibt es hier zu lesen - auch diesen unterschreibe ich zu 120%.
https://www.cbc.ca/arts/an-open-letter- ... ai9vsXwVbI

Auf queenzone postet ja "Thor", der in den 80ern bis zum Ende offenbar eng mit Freddie befreundet war. Ich hasse zwar seine Absicht, eine Art "Enthüllungsbuch" mit Photos aus der New Yorker Zeit Freddies herauszubringen (und das hab ich ihm auch so mitgeteilt) doch seine Meinung zu dem Film und dem Dargestellten respektiere ich: Er meinte sinngemäß, dass der Film dem wahren Freddie nicht auch nur im Geringsten nahe kommt. Und genau das glaub ich auch ohne ihn gekannt zu haben.
Er kommt völlig falsch rüber und die zwei Heiligen Maylor stehen wie die Erzengel da . Das kann und will ich ihnen nicht verzeihen. Für mich beschmutzen sie damit völlig Freddies Andenken. Und wenn man mittlerweile liest wieviele Menschen die Story für bare Münze nehmen (im Wesentlichen eher Gelegenheits Queen Fans) so stimmt mich das noch trauriger....Brian und Roger sollten sich schämen hierfür ihren Namen herzugeben. Für mich das Schlimmste was sie nach Freddies Tod je abgesegnet haben (und da gab es jede Menge Schlimmes). Und sowas kann ich eben nicht geniessen sondern wende mich mit kaltem Grausen ab...
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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von Q-Freddie » 16.11.2018 00:58 Uhr

Schlüsselszene: als Freddie den Mikrofonständer killt (wenn auch dieser Typ Mikro erst ein Jahr später auf dem englischen Markt erschien!)
Meine Traumbesetzung für die Rolle von Freddie: Adam Lambert
Mein Kritikpunkt: der Abspann lief zu schnell, es konnten nicht genug Bilder und Songs untergebracht werden!

Ach ja... und Jesus war ein Farbiger!

Thuringia rocks
Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.
J.W.v.Goethe

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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von TripleR » 16.11.2018 08:37 Uhr

runner70 hat geschrieben:
15.11.2018 21:56 Uhr
Andreas Streng hat geschrieben:
15.11.2018 21:27 Uhr
Nö, Apologet passt nicht. Verteidigen muss ich ja gar nicht, eher offensiv sagen, dass mir der Film gefällt. Also ein anderer Ausdruck.
Ich nehme Fan :D
ok verstanden - aber bedeutet denn "Fan", dass man alles kritiklos abhaken muss und die - durchaus vorhandenen - "kritischen" Stellen des Films einfach abzunicken ala "Ironie" bzw "wird schon so gewesen sein"?


Andreas Streng hat geschrieben:
15.11.2018 21:27 Uhr
Und ich hoffe da kommen wir auf einen Konsenz. Kein Solowerk(Album) kommt an die Songs der Band (ebenfalls ein komplettes Album) ran. Obwohl Barcelona....war aber nicht wirklich sooooo solo.....
Yes das unterschreibe ich 100% ;)
Andreas Streng hat geschrieben:
15.11.2018 21:27 Uhr

Meine Meinung ist, dass sich die Band dermassen die Augen ausgekratzt hat von Zeit zu Zeit und das Ergebnis waren dann die besten Songs, Alben, Riffs, Melodien,.....

Das und genau das sehe ich in den Streitigkeiten der Band im Film.

Ja, fetzt Euch, Roger darf werfen, Brian darf sauer über Unpünktlichkeit sein und alle sind sauer, wenn Drogen nicht von allen gleichzeitig konsumiert wurden (im Übrigen aus meiner Sicht eine sehr sinnvolle Inszenierung des Drogenmissbrauchs im Film) und dann macht Songs, die die Welt berühren.
Kompletter Einspruch - aber 180 Grad: Was sind denn die Anlässe zu den Streits? Zu 95% ein dearrangierter Freddie, der zu spät zur Arbeit kommt oder zu Lasten der Band Solokünstler werden will.

Die Darstellung des Drogenmissbrauchs ? Nun - wer nimmt denn Drogen im Film ?? Ahhh - wieder nur der böse Freddie. Wenn man den Dabeigewesenen Glauben schenkt war auch Roger kein Kind von Traurigkeit bezogen auf weisses Pulver und Brian der Flasche nicht abgeneigt - genauso wie John! Warum dann Freddie vorschieben als den Drogenabhängigen (der er letztlich auch nicht war)?????
Andreas Streng hat geschrieben:
15.11.2018 21:27 Uhr
Den Freddie im Film bewundere ich, habe Mitleid mit ihm, möchte ihm helfen und bin sauer auf seine Entscheidungen.
Auch hier fehlt mir als Zuschauer komplett eine emotionale Bindung zum Hauptdarsteller. Ich nehme ihm das meiste null ab. Bis zu den 70ern war es noch in Ordnung (mit Abstrichen) aber dann habe ich eine richtiggehende Aversion gegen den (gespielten) Freddie und denke mir - was für ein.........xxxxx



Andreas Streng hat geschrieben:
15.11.2018 21:27 Uhr
Was ich sagen möchte.
Nein, ich sehe Freddie nicht herabgesetzt, blossgestellt oder in einem falschen Licht.
Ich sehe den gelungenen Versuch sehr viele Seiten von Freddie auf Film zu bannen und der Film ist das, was ich in der Musik finde. Etwas, dass ich mir immer und immer wieder anschauen werde und jedesmal geniesse ich es.

Gruß
Andreas
Scheint wirklich als hätten wir da einen komplett anderen Film gesehen. Jedes Mal wenn ich mehr darüber nachdenke regt mich eine Szene mehr auf wie die andere. Und auch die unterschwellige homophobe Darstellung. Die bösen Homos auf der einen Seite (es gibt bis auf Jim keinen sympathischen Gay) und auf der anderen Seite die heiligen Heteros, die Jim dann zum Happy End in ihre gesalbte Mitte aufnehmen. Mit einem der unglaubwürdigsten Happy Ends aller Zeiten (Freddie findet Jim nach Jahren im Telefonbuch wieder und kutschiert ihn gleich zu seinen Eltern - genauso machen Schwule das. Ne - echt nicht.
Glaubt man das wirklich , dass sämtliche schwulen Freunde Freddies entweder falsche Freunde waren und ihn auf die schiefe Bahn brachten oder irgendwelche sonstige tuntigen Freaks???? Wo ist Phoebe? Joe Fanelli ? Peter Straker ? Auch alle schwul hoch drei aber sicher keine Unmenschen. Sie standen Freddie nahe, waren ständig auf seiner Seite und er war eben nicht der einsame Typ, der depressiv in den Spiegel schaut wenn ihn seine falschen Freunde nach einer Party verlassen. Nein und nochmals nein!
Einen ausgesprochen guten Artikel hierzu gibt es hier zu lesen - auch diesen unterschreibe ich zu 120%.
https://www.cbc.ca/arts/an-open-letter- ... ai9vsXwVbI

Auf queenzone postet ja "Thor", der in den 80ern bis zum Ende offenbar eng mit Freddie befreundet war. Ich hasse zwar seine Absicht, eine Art "Enthüllungsbuch" mit Photos aus der New Yorker Zeit Freddies herauszubringen (und das hab ich ihm auch so mitgeteilt) doch seine Meinung zu dem Film und dem Dargestellten respektiere ich: Er meinte sinngemäß, dass der Film dem wahren Freddie nicht auch nur im Geringsten nahe kommt. Und genau das glaub ich auch ohne ihn gekannt zu haben.
Er kommt völlig falsch rüber und die zwei Heiligen Maylor stehen wie die Erzengel da . Das kann und will ich ihnen nicht verzeihen. Für mich beschmutzen sie damit völlig Freddies Andenken. Und wenn man mittlerweile liest wieviele Menschen die Story für bare Münze nehmen (im Wesentlichen eher Gelegenheits Queen Fans) so stimmt mich das noch trauriger....Brian und Roger sollten sich schämen hierfür ihren Namen herzugeben. Für mich das Schlimmste was sie nach Freddies Tod je abgesegnet haben (und da gab es jede Menge Schlimmes). Und sowas kann ich eben nicht geniessen sondern wende mich mit kaltem Grausen ab...
Perfekte Antwort, runner70! Ich stimme allen Punkten uneingeschränkt zu.

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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von snoopy » 16.11.2018 10:17 Uhr

Es gibt Leute, die können (trotz berechtigter Kritik z.B. was Fakten betrifft) sich fallen lassen, die Musik und den Film geniessen und vlt. sogar mal eine Leistung anerkennen. Ggf. sich sogar daran erfreuen, dass, durch welche Aktion auch immer, sich wieder mehr Leute mit Queen befassen.
(Fraktion: Musik soll verbinden)

Es gibt aber Leute, die verbringen Stunden/Tage/Monate/Jahre damit, hinter jedem Busch einen Verbrecher zu suchen. Das ist ja nicht verboten - freies Land etc.. Blöd wird es, dass, falls jemand etwas anders sieht, er für seine Meinung "zurechtgewiesen" wird. Gehört sich nicht.
(Fraktion: mit Sofakissen im Fenster ;) )

Ich bin froh, dass ich zur ersten Fraktion gehöre. Auch wenn ich hier von zwei/drei Leuten als ironieunfähig, ahnunglos, doof dargestellt werde: immerhin kann ich geniessen. Ich kann auch viele Stunden des Tages damit verbringen, meinen Hass auf jemanden zu kultivieren, will ich aber nicht. (hier und da Kritik äußern, ok) Verursacht nur "kaltes Grausen"

Fragt sich, wer angenehmer durchs Leben geht - ich fahre jetzt in den Urlaub :P





PS: Andreas: ich bin voll deiner Meinung.
Und was noch schlimmer ist: vlt. höre ich im Urlaub sogar Queensongs MIT Gitarre und Schlagzeug. brrrr ;) :D

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