Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von TripleR » 14.11.2018 18:03 Uhr

Den Kritikern des Films Anmaßung zu unterstellen, halte ich für unangebracht. Es geht darum, dass die Darstellung des Menschen Freddie Mercury allen bisherigen jahrzehntelangen Schilderungen aus seinem Umfeld eklatant widerspricht:

Brian May, Roger Taylor, John Deacon, Mary Austin, Jim Hutton, Peter Freestone, Dave Clark, Peter Hince, Mack, Rudi Dolezal,...

Niemand von ihnen hat jemals in Interviews erzählt oder in Büchern geschrieben (oder auch nur angedeutet), dass Freddie in Wirklichkeit ein Arschloch gewesen sei. Ganz im Gegenteil wird er immer als ein ganz besonderer Mensch beschrieben, der sich wie eine Mutter fürsorglich um alle gekümmert hat.
Wir haben einfach keinerlei Hinweise darauf, dass Freddie im wahren Leben so war, wie er im Film gezeigt wird. Das ist nicht anmaßend, sondern eine Schlussfolgerung, die sich auf die Informationen stützt, die der Öffentlichkeit bekannt sind.

Aber nehmen wir einmal für einen Moment an, dass der Film tatsächlich die Wahrheit erzählt und tatsächlich den wahren Freddie Mercury zeigt. "Bohemian Rhapsody" quasi als posthumer Enthüllungsfilm, auf Grundlage von Insider-Informationen aus erster Hand. Eine Sensation! Millionen Menschen erfahren endlich, wie Freddie Mercury wirklich war: Freddie war... ein... Charakterschwein. Jo, schade eigentlich.

Hätten Freddies Freunde Brian und Roger das nicht verhindern müssen? Konnten sie denn nichts ausrichten gegen das übermächtige Hollywood, um das Andenken an Freddie Mercury, dem sie so viel zu verdanken haben, zu schützen??
Hätten Brian und Roger nicht Einfluss nehmen können auf das Skript und die Gestaltung des Films??? ...ach Moment, das haben sie ja gemacht, sogar sehr intensiv und über Jahre hinweg... Also, Leute, irgendetwas stimmt hier nicht.

PS: Hier wird immer von "Unterhaltung" und "Unterhaltungsfilm" gesprochen. Also ich für meinen Teil finde es eher nicht so unterhaltsam, wenn ich ansehen muss, wie mein großes Idol Freddie Mercury in den Dreck gezogen wird.

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snoopy
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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von snoopy » 14.11.2018 18:18 Uhr

Prinzipiell könnte ich dir recht geben, wenn ich der Meinung wäre, er wäre als Arschloch dargestellt worden.
Bin ich aber nicht.
Eher als zerrissen, oftmals zwiegespalten, genial....
Und genau das, finde ich, hat Malek ganz toll hinbekommen.

Das der Film nicht immer die Warheit erzählt, weiß ja jeder, da brauchen wir nicht drüber zu diskutieren.

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Andreas Streng
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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von Andreas Streng » 14.11.2018 18:58 Uhr

Ich schliesse mich snoopy an.
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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von runner70 » 14.11.2018 19:25 Uhr

Ich schließe mich - erwartungsgemäß - den Ausführungen von Triple X der Nicht-Rosarot-Fraktion an ;)
Die "Genialität" blitzte ja nur bei den BoRhap-Aufnahmen auf. Ansonsten war davon m.E. nichts zu sehen (Live-AId Auftritt mal ausgenommen).
Und die "Entschuldigung" ala "Ist ja nur Unterhaltung" ist auch bisschen arg flach. Unterhaltung kann auch anspruchsvoll sein. Letztlich lügen sich Maylor in die Tasche und den Zuschauer komplett an. Und ob ich das gut finde sei mal dahingestellt......eher nicht so :roll: :roll: :roll:
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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von runner70 » 14.11.2018 19:28 Uhr

Noch ein Punkt: Mich würde wirklich mal interessieren was SBC von dem Film denkt. Nicht dass ich ihn jetzt in der ROlle besser gefunden hätte. Aber mich beschleicht immer noch das Ungute Gefühl, dass das von ihm angesprochene Skript (Freddie "stirbt" mitten im Film und der Rest des Filmes handelt von den Aktivitäten danach) tatsächlich mal als Urfassung existierte. Warum sollte er sich sowas aus den Fingern saugen?
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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von GaGaThor » 14.11.2018 21:19 Uhr

Aber runner70, wenn der Film dann tatsächlich so umgesetzt worden wäre, dann wäre Dir doch erst recht die Halsschlagader geplatzt, oder etwa nicht? Wäre das nicht schlimmer gewesen, also, das mit dem Film... :wink: ? Dann könnte ich allerdings Deine „Maylor“-Abneigung vielleicht sogar ansatzweise nachvollziehen, denn dies hätte sicher bedeutet, das noch weniger über den Menschen Freddie in dem Film vorgekommen wäre.

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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von runner70 » 14.11.2018 21:38 Uhr

GaGaThor hat geschrieben:
14.11.2018 21:19 Uhr
Aber runner70, wenn der Film dann tatsächlich so umgesetzt worden wäre, dann wäre Dir doch erst recht die Halsschlagader geplatzt, oder etwa nicht? Wäre das nicht schlimmer gewesen, also, das mit dem Film... :wink: ? Dann könnte ich allerdings Deine „Maylor“-Abneigung vielleicht sogar ansatzweise nachvollziehen, denn dies hätte sicher bedeutet, das noch weniger über den Menschen Freddie in dem Film vorgekommen wäre.
Da haste Recht ;) Aber interessant wäre das schon mal. ENtweder Dampf geplaudert oder darf er nix sagen.....

Wir sollten mal die ganzen Fehldarstellungen von Freddie auflisten vielleicht seid ihr ja dann mal überzeugt ;) Aber immerhin gibts was zu diskutieren. Ist ja auch was
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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von TripleR » 15.11.2018 10:07 Uhr

snoopy hat geschrieben:
14.11.2018 18:18 Uhr
Prinzipiell könnte ich dir recht geben, wenn ich der Meinung wäre, er wäre als Arschloch dargestellt worden.
Bin ich aber nicht.
Eher als zerrissen, oftmals zwiegespalten, genial....
Und genau das, finde ich, hat Malek ganz toll hinbekommen.

Das der Film nicht immer die Warheit erzählt, weiß ja jeder, da brauchen wir nicht drüber zu diskutieren.
Freddies Genialität wird einmal kurz bei den Aufnahmen von BoRhap angedeutet und dann erst wieder beim Live Aid-Auftritt gezeigt.

Tja, das wäre etwas, wenn Freddies Zerrissenheit und sein Zwiegespaltensein gezeigt worden wären. Das wäre Filmkunst gewesen. Habe ich in unserem Film aber nichts von mitbekommen.

Nochmal: Menschlich verhält sich der Film-Freddie seiner Umgebung, insbesondere der Band gegenüber, wie ein Arschloch.

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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von TripleR » 15.11.2018 10:12 Uhr

Sorry, falsch zitiert!
Zuletzt geändert von TripleR am 15.11.2018 10:14 Uhr, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von TripleR » 15.11.2018 10:14 Uhr

runner70 hat geschrieben:
13.11.2018 22:13 Uhr
TripleR hat geschrieben:
13.11.2018 21:55 Uhr
Es geht nicht um Drogen und dunkle Clubs, sondern darum, wie Freddie im Film seine Mitmenschen, insbesondere seine Bandkollegen behandelt: Herablassend, beleidigend und verantwortungslos. Da ist nichts zu sehen von der engen Freundschaft mit Roger, der schützenden Hand über John und der Wertschätzung gegenüber Brian.
Immer fallen mir neue Szenen ein die mich aufregen:

Freddie hält Brian Roger und John vor welche Taugenichtse sie sind. Ganz schlimme Szene war das.

Hätte ich vorher noch nie etwas von Freddie Mercury gesehen oder gehört wäre mein Urteil: "Geile Stimme aber menschlich ein Vollidiot". SO solls wohl auch rüberkommen
Einer der vielen Tiefpunkte des Films. Ich konnte es nicht fassen.

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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von TripleR » 15.11.2018 10:15 Uhr

Sorry, double post!

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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von Andreas Streng » 15.11.2018 10:16 Uhr

@TripleR: Kannst Du mir bitte einen Gefallen tun und eher das Wort "Charakterschwein" benutzen, wenn Du es so häufig verwenden möchtest? Vielen Dank!

Und inhaltlich kann ich das so in dem Film nicht erkennen.

Viele Grüße
Andreas
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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von TripleR » 15.11.2018 10:20 Uhr

Mache ich, Andreas. Daran soll es nicht scheitern.

Wie runner70 schon gesagt hat, müsste man in Ruhe die Szenen auflisten. Das ist natürlich einfacher, wenn die DVD veröffentlicht ist.

Aber, Andreas, was sagst du denn zu der eben zitierten Szene, in der Freddie z. B. nicht einmal weiß, dass John Elektronik studiert hat? Da muss doch jeder Queen-Fan fassungslos mit offenem Mund im Kino sitzen.

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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von The Spick » 15.11.2018 11:13 Uhr

Also bei der Szene hatte ich den Mund auch offen, aber vor Lachen.

Einer der Momente in denen mal eben ein paar kleine ironische Seitenhiebe gegen Brian, Roger und John verteilt werden. Hier wird ein Ausblick darauf gegeben, was die drei nach Freddie machen. Tja, und von John hört man halt seit 1995 nix mehr...

Sollte jeder Queen-Fan auch als ironisch gemeint erkennen.

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Re: Bohemian Rhapsody - der Film, die Kritiken

Beitrag von snoopy » 15.11.2018 12:54 Uhr

Wenn man dazu bereit ist.
Man kann es so sehen, dass er die Studiengänge der anderen nicht respektiert.
Man kann es auch so sehen, dass ihm im allgemeinen die technischen Studiengänge nicht interessieren, weil er halt eher künstlerisch unterwegs ist.
Man kann es sicherlich auch noch anders sehen ist wohl auch typenabhängig.

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